„Mein Schiff“: Monaco

Thema: Kreuzfahrt westliches Mittelmeer von am 15. September 2011

Wer einen erholsamen Urlaubstag verbringen möchte, sollte keinen organisierten Vormittags- oder gar Ganztagesausflug buchen. Man muss für Ausflüge nämlich sehr früh aufstehen. Wie schön, dass die „Mein Schiff 1“ heute direkt im Hafen von Monaco liegt, da können wir ganz unkompliziert auf eigene Faust etwas unternehmen.

Aussicht von der Heckkabine der Mein Schiff 1 in Monaco

Der einzige für Kreuzfahrtschiffe geeignete Anleger ist durch ein anderes Schiff belegt, so dass wir auf Reede liegen. Das hat den Vorteil, dass wir nicht durch ein frühmogendliches Anlegemanöver geweckt werden. Um 7 Uhr schaue ich aus dem Fenster und sehe nur Wasser. Die „Mein Schiff 1“ liegt mit dem Bug zur Stadtseite, folglich ist unserer Heckkabine dem Meer zugewandt.

Wir frühstücken ganz gemütlich am Buffet des Atlantik-Restaurants und besorgen Tenderkarten, mit denen wir Plätze im Tenderboot reservieren. Kurz vor 10 Uhr werden wir aufgerufen und hören am Boot, dass ab sofort keine Tenderkarten mehr nötig sind und man kommen und gehen kann wann man möchte.

An Land angekommen bummeln wir am Yachthafen entlang zur „Rue Princesse Caroline“, einer kleinen Einkaufsstraße im Stadtteil „La Condamine“. Mit dem Linienbus (Tageskarte pro Erwachsener 3 EUR) fahren wir auf den Fürstenfelsen in die Altstadt. Wir kommen gerade rechtzeitig zum pompösen Wachwechsel vor dem Palais an – besonders der Vierjährige in unserer kleinen Reisegruppe hat einen Riesenspaß daran. Dieser ist auch überraschenderweise die treibende Kraft, als wir uns entscheiden, den Fürstenpalast zu besichtigen. Mit dem Audioguide am Ohr führte er uns durch die fürstliche Räume. Zwar etwas schneller als der elektronische Führer vorgab, aber sehr interessiert.

Nach dem Besuch des Spielplatzes etwas unterhalb des Palastes essen wir in einem Cafe in der Altstadt Baguettes. Von der Kathedrale zum Ozeanographischen Museum gehen wir durch einen schönen Park. Der Sohn entdeckt einen Fischteich, wir Eltern bewundern die tolle Aussicht. Mit dem Linienbus fahren wir wieder herunter ins Tal und weiter zum Fontvielle-Einkaufszentrum, in dem sich ein großer Supermarkt befindet. Tagelang haben wir uns nur an touristisch geprägten Orten mit der entsprechenden Einzelhandelsstruktur aufgehalten; alltägliche Dinge zu besorgen kann dann tatsächlich eine Herausforderung sein.

Im Einkaufszentrum befindet sich auch ein interessantes Automuseum, dass kennen wir aber schon von einem vorherigen Besuch in Monaco und der Sohn hat auch keine Lust mehr. Auch einen Abstecher nach Monte Carlo mit dem Casino lassen wir ausfallen und kehren zum Hafen zurück. Das Tenderboot liegt schon abfahrbereit am Anleger und bringt uns schnell wieder aufs Schiff. Noch ein Milchkaffee in der Naschbar, dann in die Kabine und für den Poolbesuch (Männer) bzw. Massagetermin (Frau) umziehen. Während unseres Landgangs hat der Kapitän die „Mein Schiff 1“ um 180 Grad gedreht, so dass unsere Kabine jetzt direkt gegenüber der Stadt liegt: Eine grandiose Aussicht, nicht nur im Vergleich zum Containerhafenpanorama von Livorno am Vortag.

Ab 18:30 Uhr essen wir wieder hervorragend im Atlantik und besuchen um 21:30 Uhr, nachdem das Kind zu Bett gebracht wurde, die Poolparty mit Musik und Schokofrüchtebuffet. Um 23 Uhr geht die Reise weiter, kurz vorher verlässt das andere Kreuzfahrtschiff den Hafen und fährt an uns vorbei. Beim Auslaufen der „Mein Schiff 1“ wird das Auslauflied live gesungen – im Hintergrund das leuchtende Stadtpanorama Monacos – welch ein großartiger, stimmungsvoller Abend!

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