Bahamas-Kreuzfahrt mit der Disney Dream

Einer meiner bisher unerfüllten Wünsche: Delfine in freier Wildbahn beobachten. Dieser Wunsch soll am ersten Tag unserer viertägigen Bahamas-Kreuzfahrt mit der Disney Dream in Erfüllung gehen – dazu später mehr!

Um 10 Uhr machen wir uns mit dem Mietwagen von unserem Hotel „Hilton Vacation Suites at SeaWorld“ in Orlando auf den Weg nach Port Canaveral und um kurz nach 11 kommen wir am Terminal der Disney Cruise Line (DCL) an. Ein Mitarbeiter winkt uns zu einer freien Haltebucht und nimmt uns die Koffer ab. Das Auto parken wir nebenan im Parkhaus und betreten gutgelaunt das Terminal. Es ist auch gleich ein Schalter frei, an dem wir unsere Bordkarten und die Boarding-Nummer erhalten. Die meisten Formalitäten hatte ich schon zuhause per Online-Checkin erledigt.

Disney Dream in Port Canaveral

Die Disney Dream in Port Canaveral

Nun ist es bei DCL so, dass man nicht einfach aufs Schiff geht, wenn man da ist – vielmehr muss man warten, bis die Boarding-Gruppe aufgerufen wird. Und die Boarding-Gruppen werden nicht danach zugewiesen, wann man im Terminal angekommen ist, sondern nach der beim Online-Checkin reservierten Ankunftszeit. Wir hatten so früh wie möglich (75 Tage vorher) online eingecheckt als noch alle Zeitfenster verfügbar waren und uns für 11 – 11 Uhr 30 entschieden (die frühestmögliche Ankunftszeit). So bekommen wir die Boardingnummer 3 und als wir uns gerade mal im Terminal orientiert und uns das große Modell der Disney Magic angesehen haben, werden schon die Gruppen 1 bis 5 aufgerufen. Vor der Gangway wird noch ein Familienfoto gemacht und dann geht es durch ein Spalier von applaudierenden Besatzungsmitgliedern ins Foyer der Disney Dream. Dort werden wir begrüßt und bekommen den Tipp, dass es auf Deck 12 etwas zu Essen gibt. Guter Tipp! Um 11 Uhr 45 sitzen wir im im Cabanas-Restaurant im Heck des Schiffes. Sehr schön sitzen wir da und das Buffet ist grandios.

Disney Dream Cabanas Restaurant

Blick auf die Carnival Sensation vom Cabanas Restaurant der Disney Dream

Nach dem Essen sitzen wir noch eine Weile auf der Empore des Foyers, bis um 13 Uhr 30 unsere Kabine 7542 fertig ist. Warum wir uns diese Kabine ausgesucht hatten? Eine Balkonkabine sollte es unbedingt sein. Und die sind bei DCL umso teurer, je höher sie sich befinden. Deck 7 ist das niedrigste Deck, unter dem sich keine öffentlichen Räume, sondern andere Kabinen befinden – man will ja nicht gestört werden. 7542 ist auch eine der relativ seltenen Kabinen ohne Verbindungstür – eine weitere potentielle Störungsquelle ausgeschaltet. Wegen der besseren Aussicht auf Castaway Cay sollte es außerdem eine Kabine auf der Steuerbordseite sein!

Disney Dream Balkonkabine

Balkonkabine 7542 auf der Disney Dream

Die Kabine finde ich genial. Sehr geräumig für drei Personen (es gibt auch noch größere Familienkabinen für bis zu 5 Personen), reichlich Stauraum, Dusche und WC getrennt, schönes Design, iPhone-Dock, bequeme Betten, Vorhang zwischen Doppelbett und Schlafsofa. Es gibt einen Kühlschrank (leer, keine Minibar) für den mitgebrachten Weißwein. Mäuse und Enten machen sich in der Kabine übrigens sehr rar: außer abstrakten Micky-Köpfen im Lampenschirm und einigen Applikationen auf den Stoffen ist vom typischen Disney-Ungeziefer nichts zu entdecken.

Nach und nach trudeln die Koffer ein. Fürs Pooldeck ist es leider etwas kalt (nur ca. 15° Celsius). Also machen wir uns auf den Weg zum Oceaneer Club, so heißt einer der beiden Bereiche für 3 bis 12 Jährige, dort ist gerade „Open House“, sozusagen „Tag der offenen Tür“.

Um 16 Uhr müssen wir ins Theater zur Sicherheitsübung. Zur Anwesenheitskontrolle werden die Bordkarten gescannt. Als alle da sind, werden die Rettungswesten demonstriert und wir erfahren, welches Rettungsboot für uns vorgesehen ist – eine sehr kompakte Rettungsübung.

Nächster Programmpunkt: Die Sailing Away-Party auf dem Pooldeck um 16 Uhr 30. Eine kleine Tanzshow mit Tänzern in Menschengestalt und solchen, die sich als Micky, Minnie, Goofy, Donald usw. verkleidet haben. Während die Show läuft legen wir um 17 Uhr ab.

Vom Balkon unserer Kabine aus beobachten wir die Ausfahrt aus dem Hafen. Endlich wird war, was ich mir schon lange gewünscht hatte: Neben dem Schiff schwimmen Delfine!

Wir hatten die Kreuzfahrt schon lange im Voraus gebucht und konnten darum die (generell beliebtere) erste Dinnerzeit um 17 Uhr 45 reservieren; 20 Uhr wäre uns mit dem Kind zu spät gewesen. Keine Wahl hatten wir, was das Restaurant angeht, denn das wird von DCL eingeteilt. Am ersten Abend sollen wir im Animators Palate essen. Wir teilen uns mit einer amerikanischen Familie einen Achtertisch. Schnell stellt sich unser Kellnerteam vor, bringt die Menükarten und nimmt die Bestellungen auf. Bis der erste Gang serviert wird, vergeht allerdings mehr als eine halbe Stunde. Die ist aber kurzweilig, denn im Restaurant ist einiges los. Das Animators Palate hat keine Fenster, sondern ringsum Bildschirme. Dort wird nicht einfach ein Film gezeigt, sondern eine restaurantweit synchronisierte Animation mit den Helden aus der Unterwasserwelt von Pixar. Mal grinst einen ein Hai an, dann macht Nemo Späße. Eine Schildkröte spricht sogar mit den Gästen am nächstgelegenen Tisch. Das Essen schmeckt so nebenbei ganz gut, richtig genießen kann ich es wegen der unruhigen Atmosphäre aber nicht.

In der Lobby haben wir nach dem Essen die Chance, uns für ein Foto mit Micky oder Goofy anzustellen, die Schlangen sind lang! Glücklicherweise legt der Sohn überhaupt keinen Wert darauf, den Figuren näher zu kommen – das hat uns schon vor der Kreuzfahrt in Disney World viel Wartezeit erspart! Trotzdem bleiben wir in der Lobby, denn es spielt eine sehr gute Liveband. Gegen 20 Uhr 30 suchen wir uns Plätze im Walt Disney Theater, um „The Golden Mickeys“, die Show des Abends, zu sehen.

Am nächsten Tag: Unterwasser-Tour in Nassau / Bahamas

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